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11.12.2020, 18:38 Uhr
CDU und SPD für klimastabilen Bürgerwald
Merziger Koalition strebt bei Waldbewirtschaftung einen Interessenausgleich an

Die Merziger CDU - und SPD Stadtratsfraktionen stehen hinter den gemeinschaftlich erarbeiteten Handlungsempfehlungen zur Bewirtschaftung des Merziger Stadtwaldes. Gerade der öffentliche Wald muss, im Gegensatz zu den Privatwäldern, nicht nur Einzelinteressen befriedigen. Er muss durch umsichtige Bewirtschaftung verschiedenen Nutzern gerecht werden. Das betonen die beiden Fraktionsvorsitzenden Martina Holzner (SPD) und Jürgen Auweiler (CDU).

Beratungsgrundlage für eine zukunftsfeste Weiterentwicklung war ein Forstgutachten im Auftrag der Kreisstadt Merzig. In einer Arbeitsgruppe wurden die Handlungsempfehlungen parteiübergreifend in der Regel einstimmig gefasst. "Arbeitsgruppen und Ausschüsse leben vom Austausch verschiedener Ansichten. Ich finde es schade, dass ich keinen Vertreter der Grünen in dieser Arbeitsgruppe erleben durfte.“ bedauert Martin Dyck (SPD). Ihm war es in der Arbeitsgruppe wichtig, zu betonen dass der Rohstoff Holz mit seinen umfangreichen Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten hier nachhaltig zur Verfügung gestellt werden kann. "Es nutzt ja nichts, in Deutschland ausschließlich Urwälder zu pflegen, um dann nachhaltig erzeugte Rohstoffe aus anderen Ländern zu importieren", sagt der Sozialdemokrat Martin Dyck mit einem Seitenhieb auf den Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft und Vorsitzenden der grünen Stadtratsfraktion. "Da wo es dem leidenschaftlichen Förster Klaus Borger aus Profitinteressen gefällt, würde es zu einem Kahlschlag in Wäldern zur Errichtung von Windenergieanlagen kommen." ergänzt Jürgen Auweiler (CDU) und verweist gerne auf den gescheiterten Vorstoß der Grünen Windanlagen im Wald zu errichten.

CDU und SPD sind sich einig, dass man in Merzig schnell handeln muss, um unseren Wald klimastabil als Naherholungsgebiet zu stärken, da gerade zu Pandemiezeiten die Bürgerinnen und Bürger gerne ihre Freizeit in unseren Wäldern verbringen. Notwendige Fällungen von kranken Bäumen zur Erhöhung der Verkehrssicherung sind nicht schön, aber zum Schutz der Waldbesucher unumgänglich, betonen Martina Holzner und Jürgen Auweiler. In verschiedenen Waldbereichen soll daher auch nach Beratung im Fachausschuss zukünftig ein schonender Einsatz von Forstmaschinen zulässig sein. In schwer zugänglichen Stellen erhöhen diese nicht nur die Sicherheit der Waldarbeiter, sondern können durch ihre großvolumigen Bereifungen für deutlich weniger Bodenverwundungen beitragen.

Des Weiteren ist für die Vertreter von SPD und CDU klar, dass es kein Abrücken von der bisherigen naturnahen Waldbewirtschaftung geben soll. Anderslautende Vorstöße werden auch zukünftig von uns entschieden abgelehnt. Dazu Jürgen Auweiler und Martina Holzner: "Durch die FSC Zertifizierung und die dahinter stehenden Vorgaben, wollen wir auch weiterhin dafür sorgen, dass der Wald sich selbst ohne künstliche Bepflanzung regeneriert. Stilllegungsflächen sollen dafür sorgen, dass der Wald sich natürlich entwickelt und Rückzugs- und Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleiben."

"Natürlich sind uns die Sorgen und Nöte der Waldbesucher wichtig", schreiben die Vertreter von CDU und SPD. Daher soll ein qualifiziertes Beschwerdemanagement, eine umfangreiche Informationskampagne und geführte Waldbesuche dazu beitragen, den Bürgerinnen und Bürgern die verschiedenen Maßnahmen zu erklären. Neben der ökologischen und klimastabilen Weiterentwicklung des Merziger Bürgerwaldes, möchte man auch zusammen mit der Verwaltung dafür sorgen, dass Holzpolter nicht jahrelang ungenutzt auf Wegen liegen bleiben, der Totholzanteil zur Erhöhung der Artenvielfalt weiterhin im Wald vorhanden ist und den Nutzern des ökologischen Rohstoffes Holz wohnortnahe Beschaffungsmöglichkeiten erhalten bleiben. Dabei ist es den Vertretern der beiden Parteien besonders wichtig, dass immer mehr Bäume nachwachsen als genutzt werden. Unser Wald muss zwingend als CO2 Reduzierer, Erholungsort und Quelle vielfältigen Lebens erhalten werden. Dabei unterstützen wir auch weiterhin die Verwaltung dabei, geeignete Flächen zur Umwandlung in Waldgebiete  zu finden, erklären Holzner und Auweiler abschließend.

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